Andere Rechtsgrundlage als bei Unternehmen

Für öffentliche Stellen gilt nicht das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, sondern das Behindertengleichstellungsgesetz mit der BITV 2.0 – bei Ländern und Kommunen die entsprechenden Landesregelungen. Beide setzen dieselbe EU-Richtlinie um. Die Pflicht besteht seit 2019 für neue und seit 2020 für ältere Websites, nicht erst seit 2025.

Erklärung zur Barrierefreiheit

Sie muss von jeder Seite aus erreichbar sein, den tatsächlichen Stand offenlegen, nicht barrierefreie Inhalte benennen und jährlich sowie bei jeder wesentlichen Änderung aktualisiert werden. Eine Erklärung, die nichts einräumt, ist das häufigste Fundstück bei Prüfungen.

Meldeweg und Durchsetzung

Betroffene müssen Barrieren melden können und eine Antwort bekommen. Bleibt sie aus, steht ihnen der Weg zur Durchsetzungsstelle und zum Schlichtungsverfahren offen – das ist der praktische Hebel hinter der Vorschrift.

Was der Standard konkret verlangt

Prüfmaßstab

Maßstab ist die europäische Norm EN 301 549, die im Kern auf die WCAG 2.1 auf Stufe AA verweist: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust. Dazu kommen zwei Anforderungen, die es außerhalb des öffentlichen Bereichs so nicht gibt – zentrale Inhalte in Leichter Sprache und in Deutscher Gebärdensprache.

Und der Geltungsbereich ist größer, als viele erwarten: Er umfasst nicht nur die Website, sondern auch Apps, Intranet und Extranet sowie elektronische Verwaltungsvorgänge – also genau die Formulare, an denen es in der Praxis hakt.

Automatisierte Tests plus Prüfung von Hand entlang der EN 301 549: Tastaturbedienung, Screenreader, Kontraste, Formulare, PDF-Anhänge. Ergebnis ist eine Liste mit Fundstellen, mit der sich arbeiten lässt.

 
Beheben

Wir arbeiten die Liste im TYPO3-Template, in den Inhalten und in den Erweiterungen ab – priorisiert nach dem, was Nutzer tatsächlich aussperrt, nicht nach dem, was am schnellsten abzuhaken ist.

Belegen

Wir formulieren die Erklärung zur Barrierefreiheit so, dass sie den Stand ehrlich abbildet, richten den Meldeweg ein und hinterlassen einen Prüfbericht, auf den Sie sich berufen können.

Warum das heute weniger kostet als noch vor zwei Jahren

Aufwand

Der teure Teil einer Nachrüstung ist selten das Template. Teuer ist der Bestand: tausende Bilder ohne Alternativtext, gewachsene Überschriftenstrukturen, Linktexte wie „hier klicken", Tabellen ohne Kopfzeilen, PDF-Anhänge aus zehn Jahren. Genau diese Fleißarbeit war bisher der Kostentreiber.

Wir setzen dafür KI-gestützte Werkzeuge ein, die wir selbst entwickeln. Sie arbeiten den Bestand automatisiert auf und legen Vorschläge vor – geprüft und freigegeben wird von Menschen. Das verschiebt den Aufwand von stumpfer Masse hin zur fachlichen Entscheidung und senkt die Umsetzungskosten spürbar.

Alternativtexte für den Bildbestand

Statt jedes Bild einzeln zu beschreiben, erzeugen wir Vorschläge für den gesamten Bestand und legen sie zur Durchsicht in die Dateiliste. Ihre Redaktion korrigiert, wo es auf den Kontext ankommt, statt bei null anzufangen.

Struktur und Linktexte im Bestand

Falsche Überschriftenebenen, nichtssagende Linktexte, Tabellen ohne Kopfzeilen: Wir finden sie über alle Seiten hinweg und korrigieren, was sich sicher automatisch korrigieren lässt. Der Rest kommt als Liste zu Ihnen.

Entwürfe für Leichte Sprache

Für die geforderten Inhalte in Leichter Sprache erstellen wir Entwürfe, die anschließend fachlich geprüft und nach den üblichen Regeln abgenommen werden. Das ersetzt die Prüfung nicht – spart aber den größten Teil der Schreibarbeit.

Aus Forschung und Bildung

Max Rubner Institut

Technischer Relaunch mit responsivem Design und Barrierefreiheit

Institut Forschung TYPO3 TYPO3 Integration Frontend Entwicklung

FIW e. V. an der RWTH Aachen

Technischer Relaunch des TYPO3 Systems

Institut Forschung TYPO3 TYPO3 Integration Frontend Entwicklung

Friedrich Löffler Institut

Relaunch der TYPO3 Website

Institut Forschung TYPO3 TYPO3 Integration Frontend Entwicklung

Coppernicus-Gymnasium Norderstedt

Von TYPO3 8 auf 13, bei unverändertem Erscheinungsbild

Schule Bildung TYPO3 TYPO3 Upgrade Beratung

Gymnasium Papenburg

Upgrade auf TYPO3 12, mit Umstellung der Adressstruktur

Schule Bildung TYPO3 TYPO3 Upgrade

Konrad Zuse Schule

Upgrade auf TYPO3 12 mit Erhalt des Designs

Schule Bildung TYPO3 TYPO3 Upgrade

Sprechen wir über Ihr TYPO3-Projekt

Neue Website, Erweiterung, Migration oder akuter Notfall – schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung und einem konkreten nächsten Schritt, nicht mit einem Prospekt.

Sven Wappler

Sven Wappler

Ihr Ansprechpartner

+49 (0)241 9199 6266

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